Stuttgart sagt das geplante Intel Friday Night Game-Event ab
Auf Grund des
Amoklaufs im baden-württembergischen
Winnenden hat die Stadt Stuttgart jetzt die zweite "
Intel Friday Night Game"-Veranstaltung im Kongresszentrum der Liederhalle am Freitag den 27. März abgesagt. Im Rahmen der
ESL (Electronic Sports League) sollten Profi-Gamer in den Disziplinen Counterstrike 1.6, Counterstrike Source und World of Warcraft gegeneinander antreten. Im Vorfeld war eine Informationsveranstaltung für interessierte Eltern und Lehrer geplant, in denen diese mit den Spielen vertraut gemacht werden sollten.
Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung sagte dazu:
"Viele Eltern wissen kaum, was ihre Kinder spielen und sind durch deren Faszination für Computerspiele verunsichert. Die öffentlichen Debatten tragen da kaum zur Aufklärung bei. Wir wollen Eltern daher ermutigen, sich in einem authentischen Game-Kontext und mit pädagogischer Unterstützung ein eigenes Bild zu machen."
Auf Grund der Ereignisse in Winnenden sagte Oberbürgermeister Wolfgang Schuster die Veranstaltung ab:
"Angesichts der Ereignisse und des schrecklichen Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen, bei dem 15 Menschen getötet wurden, können wir eine solche Veranstaltung derzeit in unserer Stadt nicht akzeptieren."
Der Medienpolitischer Sprecher der Grünen Jürgen Walter sprach sich positiv zu dieser Entscheidung aus:
"Es hat den Veranstaltern wohl an der nötigen Sensibilität gefehlt, sonst wären sie selbst darauf gekommen, wie instinktlos eine solche Veranstaltung eine Woche nach der zentralen Trauerfeier in Winnenden ist"
Eigenartiger Weise fanden am 13.03.2009-16.03.2009 die Internationale Fachmesse für
Jagd u. Sportwaffen der IWA ohne Probleme statt. Das
Intel Friday Night Game ist somit die erste Veranstaltung, die direkt von den Ereignissen aus Winnenden betroffen ist.
Quelle: gamezone
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